Großübung im Arlbergtunnel

Am Samstag den 1. September 2018 fand im Arlberg Straßentunnel eine großangelegte Übung statt.


Übungsannahme war ein Verkehrsunfall mit Brand im Tunnel.  Die Feuerwehr aus St.  Anton am Arlberg fuhr von Tiroler Seite aus in den Tunnel ein.  Die mitalarmierten Feuerwehren aus Vorarlberg   - Dalaas, Klösterle und Wald am  Arlberg -  fuhren  ebenfalls  in  den  Tunnel  ein.  Die FF St.  Anton übernahm die Brandbekämpfung unter SSG (Sauerstoffschutzgeräte).

Die restlichen Feuerwehren, ebenfalls mit SSG und schwerem Atemschutz ausgerüstet, suchten den Tunnel nach Personen ab. Unterstützt wurde der Löschangriff durch jeweils ein Löschunterstützungsfahrzeug auf beiden Seiten.  Auf der Tiroler Seite wurde das LUF der FF Landeck eingesetzt.

Das Rote Kreuz Landeck und Bludenz nahmen ebenfalls an dieser Übung teil.  Für sie wurden ca.  100 Statisten, im Zustand schwer verletzt, leicht verletzt und unverletzt, im Tunnel verteilt. 

Die Evakuierung wurde, wie in den einschlägigen Alarmplänen vorgesehen, über den Arlberg -Bahntunnel vorgenommenDie SanHist wurde auf Tiroler Seite in St.  Anton für die Versorgung der Verletzten aufgebaut.

Die Einsatzleitung wurde gemäß länderübergreifendem Alarm und Einsatzplan in der Betriebszentrale der ASFINAG beim Tunnelportal West installiert. 

Nach der Beurteilung, dass es  sich  hierbei  um  ein  per  Definition  großes  Ereignis  konkret  eines Brandes mit einer hohen Verletzten-  und Personenanzahl handelt, wurde die EL von der Behörde und weil auf Tiroler Gebiet von der BH Landeck, Mag.  Siegmund Geiger übernommen.

So galt es zum einen ein Lagebild zu erstellen, die Informationen auszutauschen und zu aktualisieren, die Abstimmung mit den Tunnelbetreibern ASFINAG und ÖBB oder auch die Verbindung zur BH Bludenz herzustellen um schlussendlich die Einsatzkräfte entsprechend zu koordinieren u.v.m. Pressearbeit, Informationen an die Leitstelle Tirol, der LWZ Tirol u.a.  wurde ebenso wahrgenommen. 

Auch der Sicherheitslandesrat Vorarlberg Christian Gantner machte sich ein Bild von der Lage. 

Aus den periodischen Einsatzbesprechungen ergab sich ein immer besseres Lagebild für die weiteren Entscheidungsprozesse.

Die Übung konnte nach ca.  3,5 Stunden beendet werden.  Bereits die ersten Erkenntnisse zeigen viele Erfahrungen für mögliche Ereignisse dieses Ausmaßes.

 Im Einsatz:

Feuerwehren:  St.  Anton am Arlberg, Schnann,  Pettneu,  Flirsch,  Landeck,  Dalaas,  Wald  am  Arlberg,  Klösterle
BFI Landeck und Bludenz
BKF, BFK-Stv., AFK STZ und PZN
Rotes Kreuz Landeck und Bludenz
Leitstelle Tirol, Gerhard Stauder
Einsatzleitung der BH Landeck
BH Stv.  Landeck / Mag. Siegmund Geiger
BH Bludenz / Johannes Nöbl
Sicherheits-LR Christian Gantner
BGM St.  Anton a. A.  und Klösterle
Bezirkspolizeikommando Landeck und Bludenz
ASFINAG
ÖBB
100 freiwillige Statisten

 

Bericht: HV Charly Heymich
Fotos: BFI Thomas Greuter, HV Charly Heymich
(c) BFV Landeck / BV Günter Zangerle / 02.09.2018